Formen der Brustimplantate
Bei den Brustimplantaten hat man die Wahl zwischen zwei Arten. Die sogenannte „runde Implantate“ sind in der Regel günstiger. Sie sind dadurch nicht schlechter als etwa die anatomische, viel mehr ist es einfacher diese zu produzieren. Runde Implantate eignen sich v.a. für junge Frauen, die noch nicht gestillt haben und somit noch über ein festes Brustgewebe verfügen. Außerdem tendieren runden Implantate weniger dazu die Haut zu belasten. Da Sie meistens unter dem Brustmuskel gelegt werden, verrutschen sie nicht, was bei einem anatomischen (natürlich aussehendem) Implantat eher der Fall sein kann. Mit runden Implantaten erzielt man optisch einen „Modell- Look“ der Brüste, die fest oben sitzen und ein rundes Dekolleté bilden wie etwa bei einer Push-Up. Andererseits bei den Frauen, die bereits gestillt haben oder schlaffes Brustgewebe haben, eignen sich besser anatomische Implantate. Durch die runde Implantate würde es bei der schlaffen Brust möglicherweise zu einem unschönem Ergebnis kommen, einem „Double-Bubble Effekt“. Ein solcher Effekt tritt dann ein, wenn die Brustwarze nach unten zeigt oder wenn sie einen Abstand von mindestens 25 cm von dem Schlüsselbein aufweist. Anatomische Implantate erzielen jedoch eine sehr natürliche weibliche Form der Brust. Man spricht dabei häufig von einer Tropfenform. Ein anatomisches Implantat ist oft eine Lösung, um eine Bruststraffung mit sogenannten T-Schnitt zu vermeiden. Man erspart sich dadurch die vertikale Narbe, die immer sichtbar bleibt, weshalb die Bruststraffung mit einem anatomischen Implantat oft als die narbensparende Bruststraffung genannt wird.
Welche Marken der Brustimplantate gibt es auf dem Markt?
Die wohl zwei bekanntesten Hersteller sind die USA Marken Mc. Ghan und Mentor. Auf dem deutschen Markt werden sie unter dem Produktnamen Allergan geführt. Ein deutscher Hersteller dagegen ist Polytech Sillimed. Auf dem UK Markt wird oft mit der Marke Nagor gearbeitet. Es gibt nur wenig qualitative Unterschiede zwischen diesen Hersteller, viel mehr ist es der Kamp der Hersteller um die Führungsposition in dem jeweiligen Land. Die Ärzte loben ebenso die Marke, die sie aktuell am meisten beziehen. Wenn ein plastischer Chirurg zu einer bestimmten Marke tendiert, ist es meistens deshalb, weil er damit eine gute klinische Erfahrung hat und diesen gerne einsetzt.
Obwohl manche Hersteller ihre eigenen Produkte als „lebenslang einsetzbar“ loben, sollte die Patientin trotzdem bedenken, dass ein Brustimplantat nie im Körper für ewig bleibt. Dies allein aus dem Grund, weil der Körper altert. Keine Brust wird deshalb auch nach zwanzig Jahren so gut aussehen, dass keine erneute Nachbesserung nötig wäre. Was jedoch stets beachtet werden muss ist ein richtig ausgefüllter „Implantat-Ausweis“, wo die Größe, Profil und Marke des Implantats eingetragen werden muss. Diesen ausweis bekommt jede Patientin nach der Operation. Bei Komplikationen weiß man dadurch, welches Implantat sie im Körper trägt.


